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Schwarzkreidegrube Vehrte


Ein Tongestein namens „Schwarzkreide“

In der Schwarzkreidegrube wurde bis in die 60er Jahre die sogenannte „Schwarze Kreide von Vehrte“ abgebaut und in erster Linie für die Farbproduktion genutzt. Getrocknet und zu Pulver gemahlen exportierte man sie unter anderem bis in die USA. Mit Kreide hat dieses tiefschwarze Gestein in Wirklichkeit allerdings nichts zu tun. Eigentlich ist die „Schwarzkreide“ ein Tongestein, das durch einen besonders hohen Gehalt an Kohlenstoff stark abfärbt. Es entstand in der Jura-Zeit, als diese Region von einem flachen Meer bedeckt war. Weil sehr wenig Sauerstoff im Wasser war, bildete sich am Meeresgrund Faulschlamm. Dieser wurde später durch Entwässerung und Zusammenpressen zu Stein. Bei der Umwandlung des Faulschlamms zu Tonstein entstanden ölartige Verbindungen, die man auch Bitumina nennt. Diese Bitumina verwandelten sich durch starke Hitze später in reinen Kohlenstoff. Daher hat das Gestein jetzt seine tiefschwarze Farbe. Doch woher stammte diese starke Hitze?

Dazu gibt es verschiedene Theorien. Viele Hinweise sprechen dafür, dass Magma, also heißes, geschmolzenes Gestein aus der Tiefe für die hohen Temperaturen sorgte. Das Magma stieg nach dieser Vorstellung (in der Kreide-Zeit) aus tieferen Schichten der Erde auf und erstarrte unter dem Norden von Osnabrück in ca. fünf Kilometer Tiefe zu einem riesigen Block. Die Gesteine in der Nähe dieses sogenannten „Bramscher Plutons“ wurden stark erhitzt. Auch der Tonstein hier in Vehrte wurde stark aufgeheizt.

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